Lesereisen

Das Interessante an Lesereisen ist unter Anderem, dass man in Orte kommt, in die man sonst niemals im Leben kommen würde.  Manchmal sind es lebendige Städte, in denen man, auch in der Kürze der Zeit, nette Leute kennenlernen kann,  manchmal todlangweilige Ortschaften, wo nichts los ist, man die Tristesse vor dem Fernseher im Hotelzimmer niederbügelt und froh ist, diesen Ort nach der Veranstaltung so schnell wie möglich wieder verlassen zu können.

Bei meiner letzten Reise ist mir ein Ort begegnet, durch den ich allerdings nur durchgefahren bin, trotzdem musste ich kurz aussteigen um das Ortsschild zu fotografieren, sonst hätt´s mir keiner geglaubt. Was wäre da wohl auf mich zugekommen, wenn ich dort geblieben wäre?

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10 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines, Lesungen, Marsmädchen, Schmarrn

10 Antworten zu “Lesereisen

  1. barbara

    schnürpflig klingt das, einfach schööön :-).

    Wahrscheinlich gibt´s in Schürpflingen Schnürpfelspatzen mit Sauerkraut und andere kulinarische Köstlichkeiten.

    Und was die Marsmädchen in Schnürpflingen wohl alles anstellen könnten? Spannend…

  2. daniela kulot

    Interessant wäre das mit Sicherheit gewesen, und Schnürpfelspatzen mit Sauerkraut … klingt, wie wenn ich es essen würde, aber jetzt habe ich selbst gerade das Foto hochgeklickt und das Schild gesehen, das hinter meinem Auto steht, also 30/100. Was bedeutet das denn?

    • barbara

      Ach das, also das ist eine echte Schnürpflinger Kuriosität: Das stand nämlich mal 08/15 drauf und der Schnürpflinger Gemeinderat hat in einer Geheimsitzung Anno 1975 einstimmig beschlossen, dass dieses Schild der historischen Bedeutung des Ortes nicht gerecht wird. In der Zeit der Bauernkriege fand in Schnürpflingen nämlich eine legendäre Besprechung der Ost-Alb-Bauern statt. Die ist aber leider nur noch mündlich überliefert.
      Auf jeden Fall sind die Schnürpflinger seitdem sehr selbstbewusst, und auch wenn keiner außerhalb von Schnürpflingen die historischen Tatsachen kennt, haben sie beschlossen, das 08/15-Schild zu kippen.
      Gerüchten nach entsand das 30/100-Schild deswegen, weil die Gemeinderatsmitglieder zusammen 30 Promille hatten. Weil es aber 30 Promille waren, haben sie eine Null vergessen :-).

      • daniela kulot

        Ach so ist das. Das leuchtet ja vollkommen ein.
        Und woher weißt du das? Du bist doch nicht etwa eins der rotnasigen Gemeinderatsmitglieder?

  3. barbara

    nöööö, nie nicht. Da war ich ja auch grad erst mal 9 Jahre alt oder so. Außerdem dürfen Frauen in Schnürpflingen erst seit 1989 in die Politik, das ist nun leider mal so.
    Aber schau dir mal das Wappen auf dem Willkommensschild neben deinem Auto an, da sieht man diesen Baum in dem Hirschgeweih und das ist das verschlüsselte Zeichen für die 75er Gemeinderatssitzung ;-).

    • daniela kulot

      Könnte es nicht auch sein, dass dieses Zeichen eine verschlüsselte Botschaft an Außerirdische ist?
      Dass dieser Baum in Wirklichkeit gar keinen Baum darstellt, sondern eine Art Antenne, über die die Schnürpflinger Kontakt zu Außerirdischen aufnehmen? Und jeder Ort, der so ein „Wappen“ hat, wie sie´s unverfänglich nennen, in Wirklichkeit ein Zeichen ist: hier könnt ihr landen, hier werdet ihr aufgenommen? Keine Ahnung, nur so `ne Idee …

  4. barbara

    uiii, das wäre möglich. Und wenn ich genau hinschaue: das Dach über dem Wappen sieht so aus, als könnte es sich aufklappen und dann Signale senden und einen perfekten Ufo-Landplatz abgeben.
    Kommen Marsmädchen eigentlich auch mit dem Ufo?

    • daniela kulot

      Mann oh mann, jetzt wo du´s sagst. ich seh´s auch. Ganz genau sogar. Da meint man, man hätte ganz unschuldig nur ein Ortsschild fotografiert … und dann!
      Gut möglich, dass die Marsmädchen dort zwischenlanden. Ich werde mich dann Mitte Januar, wenn sie kommen sollen, mal auf die Lauer legen. Soweit ich weiß, haben sie Ufos.

  5. Hey Daniela,

    du hast, wie ich gelesen habe, Bekanntschaft mit Schnürpflingen gemacht *haha*

    Was dich dort erwartet hätte ^^ Ich kann es dir sagen. Bin dort geboren und habe bis zu meinem 21. Lebensjahr ( jetzt bin ich 22 und Stuttgarter ) gelebt.

    Als Kind is es superschön. Hatte echt viel spass. Auf m Bauernhof und mit Freunden im Wald. Das möchte ich echt nicht missen. Aber umso älter man wird, um so langweiliger wird es. Nicht mal ständigen Handyempfang hat man dort. Bis letztes Jahr gab es keine Möglichkeit ne Internet-Flat zu nutzen… Is schon krass da…

    Und als Schnürpflinger hat man es auch nicht einfach… Wenn man die Frage: „Woher kommst du“ beantwortet, bricht der, der einem gegenübersitzt in schallendes Gelächter aus…

    LG Matze

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