Meine Palette

Eigentlich wollte ich euch hier nur mal meine Palette zeigen, die im Großen und Ganzen immer gleich aufgebaut ist, egal an welchem Buch ich gerade arbeite. Doch da komme ich ja gleich sofort zur Farbenlehre und so gibt´s halt nun einen kleinen Exkurs. Bei dieser Palette habe ich an dem Buch „Das will ich haben“ gearbeitet. Das war im Sommer 2008.

Diese Palette habe ich im Moment gerade. Das Buch wird, naja, das kann ich zumindest ja schon mal verraten, es wird das vierte Krokodil und Giraffe Buch. Die Palette ist aber gar nicht so anders.

Beim Reinigen der Palette in der Badewanne sieht man den Aufbau noch deutlicher: links unten die Rottöne mit der Gelbabmischung ins Orange, links oben die Blautöne mit der Gelbabmischung ins Grün, in der Mitte die Rot-Blau-Abmischung ins Violett. Rechts unten die Ocker und Brauntöne, die man durch Mischung aller drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau erzeugen kann, was ich so aber nicht mache, denn die Brauntöne die ich benötige, gibt es als wunderschöne Erdfarben aus der Tube. Ganz oben rechts ist das Schwarz, das im Farbkreis nicht auftaucht, und genau wie das Weiß eine Sonderrolle einnimmt, da sie eigentlich keine Farben sind. Aber das zu erklären würde jetzt zu weit führen. Meine Palette ist also nach den Prinzipien der Farbenlehre aufgebaut.

Hier seht ihr den Farbkreis nach der Farbenlehre von Johannes Itten (1888-1967). Sie baut darauf auf, dass alle Farben aus den Grundfarben Rot, Gelb und Blau zu mischen sind.

Seine Farbenlehre ist nur eine von vielen, aber bis heute die Anerkannteste. Auch Goethe hat das Prismenlicht schon in seine Bestandteile zerlegt und Schlüsse daraus gezogen, die von Itten gar nicht zu weit weg sind.

Das ist der Farbkreis mit seinen Komplementärfaben, wie er im Druckbereich angewandt wird: Die Farben Rot, Gelb und Blau sind ersetzt durch die Normfarben Cyan, Magenta, Yellow. Also CMYK (K steht für Schwarz, also die Farbtiefe)

Tja, da könnte man jetzt noch sehr viel dazu sagen, aber keine Sorge, ich tu´s nicht. Wen das aber interessiert der sollte sich unbedingt mit verschiedenen Werken von Johannes Itten beschäftigen. Für meine Malerei waren sie ein Grundstein.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines

4 Antworten zu “Meine Palette

  1. liebe Leser,
    da diese Seite so oft aufgerufen wird, würde es mich ja interessieren, ob der Artikel euch was bringt. Also, ruhig kommentieren.

  2. seelenbalsam

    Klar bringt der Artikel etwas….Farbenlehre ist doch echt super wichtig!

    http://farbenbalsam.wordpress.com/

    • Liebe Daniela,
      Du kennst meine Neigung zum Klugscheißen …
      Der olle Goethe kannte zwar die Newtonsche Methode der spektralen Zerlegung des (weißen) Sonnenlichts mittels Prisma, verabscheute sie aber aus tiefster Überzeugung.
      Hier der üblich Verweis: http://goo.gl/l4qgN auf wikipedia steht’s ausführlich; witzig, dass Goethe seine naturwissenschaftlichen Publikationen (s.a. „Metamorphose der Pflanzen“) höher schätzte als die literarischen. Als „Ganzheitlichkeits-Fan“ war er sehr verständig.

      • Lieber Immo,
        Du hast natürlich völlig Recht. Aber um good old Goethees umfangreiches, mehrbändiges Werk zur Farbenlehre, das ja eher Farbwahrnehmung aus philosophisch, künstlerischer Sicht bearbeitet, nachzuvollziehen, müsste man ein ganzes Studium anhängen. Ausgangspunkt war aber doch die Methode der Newtonschen Zerlegung des Lichts mittels eines Prismas, nur dass Goethe völlig andere Schlüsse daraus zieht, und versucht, die wissenschaftlichen Erkenntnisse Newtons zu widerlegen.

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