Bürgerbüro

Wow. Das braucht Nerven!!! Sogenanntes Bürgerbüro. Nur um ein grünes läppisches Läppchen abzuholen, das mich ausweist, als Bürger eines kleinen Teiles der Altstadt, genau dort parken zu dürfen. Dafür eine und eine dreiviertel Stunde!!!!

Der Wahnsinn.

Aber nicht uninteressant. Ich ja nicht untätig. Pack mein kleines Skizzenbüchlein aus. Weil die circa 52 einhalb Leute die vor mir dran sind, ziemlich genau den Bürgermischmasch meiner Lieblingsprollspießeremigrantenheimatstadt wiedergeben.

Und für diese Fälle habe ich mein ganz kleines unauffälliges Skizzenbüchlein, das ich IMMER dabei habe. Weil man kann in so einer Situation auf gar keinen Fall fotografieren. Kommt nicht gut. Und beim Zeichnen muss man auch sehr aufpassen.

An solchen Orten bekommt man beim Zeichnen nicht das sonst Übliche: „darf ich mal sehen? oh toll!“ sondern mal ganz schnell ein „was machssu!! reiss i dir seite raus duuu … “ oder „jetz schausch abrr ganz schnöll dasch weiddrr kommsch…“

Hab mich aus diesem Grund mal lieber halbblinden alten Leuten oder Lesenden zugewandt. Reiner Selbstschutz.

Und noch was zum Miniskizzenbüchlein: Es hat die Ausmaße von 9 x 14 cm, weshalb ich darin ausschließlich mit einem 0,3 mm Pilot-Tintenstift zeichne. Nachteil – oder Vorteil, je nachdem: der Strich steht wie Blei (steht Blei?- egal) jedenfalls kannst du nixhts mehr ausbessern, und du musst zu schlechten Zeichnungen einfach stehn. Manchmal auch nicht verkehrt.

Hier also die Bürgerskizzen:

Übrigens: in der Skizze oben seht ihr die Nummer 46. Ich hatte die Nummer 77. Jetzt könnt ihr ausrechnen, wie lang die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Bürger ist. Bei sechs Schaltern!

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines, Kunst

5 Antworten zu “Bürgerbüro

  1. SuSa

    Früher mußte ich mindestens zweimal im Jahr dorthin… weil Amis natürlich ihre Lohnsteuerjahreskarte zunächst einmal selber abzuholen haben… jedenfalls die ersten paar Jahre.

    Dann das Gleiche mit „Polizeiliches Führungszeugnis“, was so manch ein ernster Arbeitgeber sehen möchte…

    Ja, ja. Noch früher bin ich dann ins PowWow (als noch in Klinkertorstr. war) um ’nen Cafe zu trinken. Inzwischen gehe ich ins Bürgerbüro Lechhausen. Pssst: nicht weitersagen, ist „sorta Geheim“.

    SuSa

  2. piratenbärbel

    Hihi, der kleine Handy-Mützencalimero da oben ist gut getroffen – sehr lebendig, ich seh ihn fürmlich mit den kleinen Wurstfingern eifrig SMS schreiben 😀

  3. piratenbärbel

    Fürmlich? 😀

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