Lesungen

Im vergangenen Herbst war ich durch halb Deutschland unterwegs auf Lesetour.

Hier seht ihr mich beim Signieren meiner Bücher und Karten, und beim Zeichnen einiger Szenen aus den Krokodil und Giraffe Büchern. Und ganz wichtig: mein wertes Publikum.

In der Bücherei Thalmessing 2011

und hier der Artikel:

Stuttgarter Kinder-und Jugendbuchwoche im März 2010

gerade komme ich von den Stuttgarter Kinder- und Jugendbuch-Tagen zurück. Es war anstrengend, aber richtig schön. Da ich ja meine Texte auswendig „lese“, habe ich immer Blickkontakt mit den Kindern, und kann deshalb in ihre so unterschiedlichen Gesichter sehn, in ihre großen staunenden Augen, und mich darüber freuen, wie sehr sie sich auf die Geschichten einlassen und in diesem Moment darin leben. Das ist einfach eine riesen Freude für mich. Ein paar Eindrücke:

Das ist das Lesefoyer. Ich bereite mich innerlich auf die Lesung vor. Diese Konzentrationsphase kurz vor Veranstaltungsbeginn ist sehr wichtig für mich.

Dann kommen die ersten Kinder rein. Das ist der Moment, in dem mein Puls etwas schneller wird. Ich bin vor jeder Lesung, trotz so vieler Male, die ich Lesungen gehalten habe,  immer etwas nervös. Das legt sich aber nach den ersten Sätzen.

Und wenn die Kinder sich dann so verabschieden, und man mit den Veranstaltern schon die nächsten Lesungen plant, dann ist das ein Zeichen, dass es wohl den meisten gefallen hat.

Das ist vor Beginn meiner Lesung in Tübingen im Oktober 2009.

Der Saal füllt sich. Zu guter Letzt sind dann circa 120 Kinder da gewesen. Puuuh, kleinere Gruppen mit 50 bis 60 Kindern sind mir lieber. Da ist es leichter miteinander ins Gespräch zu kommen und auf einzelne Fragen einzugehen.

Auf dem Lesefestival „Bilingo“ in Guebwiller im Elsaß Frühjahr 2009.

Die Lesungen gestalteten sich etwas schwierig, denn entgegen der Zusagen konnten die Kinder eben doch kein Deutsch. Glücklicherweise ist Sarah Emmanuelle Burg, eine Illustratorenkollegin aus Frankreich im Publikum gewesen, die spontan als Dolmetscherin eingesprungen ist, sonst wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen. Da ist man dann sehr froh, Bücher mit vielen Bildern zu haben.

Hier warten ein paar Kinder darauf abgeholt zu werden:

Kinderecho

Ich freu mich ja immer riesig über diese buntbemalten Kuverts im Briefkasten. Das bedeutet: Fanpost!!! Wenn ich das dann lese, muss ich manchmal schallend lachen, manchmal rührt es mich fast zu Tränen, manchmal macht es mich nachdenklich. Auf jeden Fall weiß ich dann wieder, warum ich das mache mit den Lesungen, obwohl das Touren wahnsinnig anstrengend ist. Jetzt hab ich mal in meinen Unterlagen gekramt und ein paar wunderbare Briefchen gefunden. Das ist ein kleiner Teil des Resultats einer Leseprojektwoche an einer Grundschule. Sie haben mein Buch „Ein kleines Krokodil mit ziemlich viel Gefühl“ gelesen:

Dem Benedikt hat´s wohl nicht so gut gefallen :

Lesung in einer Zwergschule

Vor einigen Jahren war ich auf eine einwöchige Lesereise in Südtirol eingeladen, ausgehend von der staatlichen Fachstelle für Bibliotheken, Bozen. Ich muss sagen, das war eine der bestorganisierten und eindrücklichsten Lesereisen, die ich erlebt habe. Zusammen mit 5 weiteren deutschsprachigen Autoren waren wir in einem sehr schönen Jugendstilhotel untergebracht, umgeben von einem großen Park voller exotischer Bäume. Zu allem Überfluss war es auch noch das anbrechende Frühjahr, wenn dort schon alles blüht und duftet, während es bei uns noch trüb und mausgrau ist. Jeden Morgen wurden wir abgeholt und an die jeweiligen Schulen ausgestreut, um dort aus unseren Büchern zu lesen.

Besonders fasziniert haben michdie sogenannten Zwergschulen. Da fährt man also hoch hinauf, über kurvige Straßen, in die noch verschneiten Berge, und landet in völlig abgelegenen Bergdörfern. Natürlich muss es auch dort Schulen geben, und das sind dann Schulen mit circa 10 bis 15 Kindern, die von der ersten bis zur fünften Klasse alle in einem einzigen Schulraum von zwei Lehrern unterrichtet werden. Das kommt einem vor, wie eine große Familie aus einer anderen Zeit.

Als ich dort ankam, war ich natürlich der große Fremdling, und es dauerte eine geraume Zeit, den Kindern die Scheu zu nehmen. Das gelang  mir erst, wie übrigens oft auch in anderen Schulen, nachdem ich zu zeichnen begonnen hatte. Aber dann wurde es umso lustiger und kreativer. Die Kinder waren bestens vorbereitet und folgten meinen Geschichten äußerst aufmerksam,  überhäuften mich mit Fragen, und überschlugen sich mit Ideen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Beim Abschied kam ich  mir fast ein bisschen vor, wie der Rattenfänger von Hameln, als das ganze Schultrüppchen dem davonfahrenden Auto winkend hinterherlief. Aber im Gegensatz zu ihm hab ich ja die Kinder im Dorf gelassen.

Einige Zeit später bekam ich Post. In dem Kuvert war ein kleines Büchlein, das die Kinder gestaltet haben, was für eine Freude:

Und hier der Brüller (ich glaube, das Kleine unten ist eine Kreuzspinne):

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